Neue Lernkonzepte für Geschichts- und Demokratievermittlung

Wortmarke zum Projekt

Berlin, 30. März 2020 Die deutsche Teilungs- und Einheitsgeschichte bietet ein großes Potential, das Demokratie- und Wertebewusstsein von Jugendlichen zu bilden und damit eines der obersten Ziele schulischer Bildung überhaupt zu erreichen. Der Bund für Bildung e.V. ruft daher den Innovationsprozess „Lehrkräfte der Sekundarstufe in der Vermittlung der deutschen Teilungs- und Einheitsgeschichte stärken“ ins Leben. Der Prozess bringt Expertinnen und Experten aus Geschichts- und Bildungsforschung, Lehrkräftebildung, Schul- und Unterrichtspraxis sowie aus themenspezifischen Bildungseinrichtungen zusammen. Der Austausch findet online statt – denn während der COVID-19-Pandemie ist dies der beste Weg, um die Gesundheit der Teilnehmenden zu schützen. Die Möglichkeiten von digitalen Werkzeugen werden hierbei bewusst eingesetzt, um die Workshops und Pilotaktionen produktiv zu gestalten.

Ziel ist es, Lehr- und Lernkonzepte der Geschichts- und Demokratievermittlung mit Blick auf die Vermittlung der DDR-Diktatur und deutschen Teilung, der friedlichen Revolution und deutschen Einheit zu entwickeln und bereitzustellen. Es gilt, gemeinsam den aktuellen Stand in der Lehrkräfteausbildung und Unterrichtspraxis zu eruieren, Hürden und Chancen der Vermittlung zu ermitteln und Lösungsansätze in Form von Pilotaktionen zu entwerfen, zu testen, auszuwerten und wo möglich, in bestehende Lehr- und Lernangebote aufzunehmen.

Der Prozess insgesamt ist ein zentraler Bestandteil des Projekts „Geschichtsbewusst! Neue Lernkonzepte für Geschichts- und Demokratievermittlung“, das vom Bund für Bildung e.V. durchgeführt und von der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert wird, um gemeinsam mit Praxispartnern Lehr- und Unterrichtsanregungen zu entwickeln und zugleich Forschungs- und Umsetzungsdesiderate offenzulegen.

Projektbeschreibung.PDF


Auftaktworkshop: Teilnehmende entwickeln neue Ideen zur Vermittlung der deutsch-deutschen Geschichte in der Sekundarstufe I – jetzt geht es in die Praxis!

Berlin, 11. Juni 2020 Diese Woche fand die letzte Sitzung des Auftaktworkshops für das Vorhaben „Geschichtsbewusst! Neue Lernkonzepte für Geschichts- und Demokratievermittlung“ in Form eines online-Workshops statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelten Ideen zu geeigneten Formaten und Formen der Lehrkräftebildung im Bereich der deutsch-deutschen Geschichte. Dabei waren Vertreterinnen und Vertreter der Geschichtsdidaktik, der Lehrerausbildung, der Schul- und Unterrichtspraxis sowie der politischen Bildung und der Gedenkstätten- und Archivpädagogik. Die entwickelten Formate antworten auf gemeinsam identifizierte Herausforderungen der Vermittlung der deutsch-deutschen Geschichte im Unterricht der Sekundarstufe I. Sie werden in den kommenden Monaten mit Studierenden erprobt und die Erfahrungen in einem weiteren Workshop im November ausgewertet. Die Ergebnisse sollen Lehrenden sowie angehenden Lehrkräften zur Verfügung gestellt werden.

Der Workshop-Bericht erscheint hier in den kommenden Tagen.


Projektbilder

Gefördert von: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Familien und Flucht aus der DDR

Illustration zum Projekt

Berlin, 1. Februar 2019. Flucht – dabei denken viele Schülerinnen und Schüler, aber auch deren Eltern, zuerst an aktuelle Fluchtgeschichten, an den Bürgerkrieg in Syrien oder an Afghanistan. Aber welche Fluchtgeschichte(n) gibt es eigentlich in Deutschland? Zwischen 1949 und 1990 flohen immerhin mehrere Millionen Menschen vor der SED-Diktatur. Im neuen Unterrichtsmaterial „Familien und Flucht aus der DDR“ lernen Grundschulkinder der 3. bis 6. Klasse anhand von Fluchterfahrungen demokratische Werte kennen.

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> flucht.bundfuerbildung.de


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